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108 Sonnengrüße – Bewegt ins neue Jahr

Es ist in Ritual, um das neue Jahr mit Leichtigkeit und Freude zu beginnen, loszulassen, anzukommen, den Fokus zu finden und sich vom eigenen Rhythmus tragen zu lassen.

© Maria Fuchs - stock.adobe.com


108 Sonnengrüße ist ein ganz besonderes Ritual, das vor allem zu Neujahr praktiziert wird. Ein Neubeginn mit neuer Energie. Ein Neubeginn, für den du Altes loslässt und deinen eigenen Rhythmus (wieder) findest. Die Praxis der 108 Sonnengrüße ist dafür besonders hilfreich, weil sie Bewegung und Meditation verbindet. Im Grunde ist es eine bewegte Meditation.

Bewegungen, die dir helfen ganz im Hier und Jetzt und so mehr und mehr bei dir anzukommen. Im Sonnengruß funktioniert das durch die Verbindung von Atmung und Bewegung besonders gut. Wenn die Bewegung der Atmung folgst und du mit jedem Mal deinen Rhythmus lauter und deutlicher hörst. Einatmen. Ausatmen. Immer weiter. Bis du aufhörst über die Bewegung nachzudenken und dich ganz intuitiv deiner Atmung hingibst. Und so fließen die Bewegungen weiter und weiter während dein Geist zur Ruhe findet.

Warum 108 Sonnengrüße?
108 gilt im Yoga und auch in anderen Traditionen als heilige Zahl. So taucht die 108 in vielen alten Yogaschriften auf. Es gibt 108 Kapitel, z.B. in den Upanishaden, 108 Götter und 108 Perlen an einer Mala. Aber auch in Tempeln, im Ayurveda, sogar in der Astrologie hat die 108 eine besondere Bedeutung.

Obwohl die 108 so in vielerlei Kontexten auftaucht, steht sie vor allem für die Gesamtheit der Existenz.
1 = Steht für die höhere Wahrheit und die Einheit im Universum.
0 = Steht für Leere und Vollständigkeit.
8 = Steht für die Unendlichkeit.

Der Sonnengruß: Bewegung im Fluss der Atmung
Das besondere am Sonnengruß ist die Verbindung von Atmung und Bewegung. Es ist das, was ihn so wirkungsvoll macht. Dabei wird mit jedem Ein- oder Ausatmen eine Bewegung ausgeführt. So werden die einzelnen Haltungen fließend und dynamisch miteinander verbunden. Gleichzeitig unterstützt die Atmung die einzelnen Positionen. So übst du den Sonnengruß:
Ankommen: Grundstellung / Samasthiti
Einatmen: Arme heben für den Berg
Ausatmen: Tiefe Vorbeuge (Uttanasana)
Einatmen: Langer, gerader Rücken / halbe Vorbeufe (Ardha Uttasanasa)
Ausatmen: Hände absetzen, nach hinten ins Brett steigen, langsam ablegen.
Einatmen: Kobra (Bhujangasana)
Ausatmen: Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana)
Einatmen: Nach vorne steigen, halbe Vorbeuge (Ardha Uttanasana)
Ausatmen: Ganze Vorbeuge (Uttanasana)
Einatmen: Berg
Ausatmen: Samasthiti


108 Sonnengrüße: Diese Praxis-Tipps helfen
Die Praxis der 108 Sonnengrüße kann und ist herausfordernd. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Während der 108 Sonnengrüßen darfst du alle Emotionen durchlaufen, Gedanken kommen und gehen lassen, das Gefühl haben nicht mehr weiter zu kommen und trotzdem nicht aufhören. All das ist ganz normal. Und es geht – wie so oft im Yoga – nicht darum, irgendwem irgendetwas zu beweisen, sondern dir Zeit zu schenken. Deshalb helfen diese Tipps, deine Praxis umzusetzen.


Übe den Sonnengruß in deiner Variation: Ob mit Chaturanga oder ohne. Ob im Vierfußstand oder im Herabschauenden Hund. Es gibt unendlich viele Variationen des Sonnengrußes, die alle gut sind. Also wähle die aus, die dir gut tut.

Fließe bewusst mit deiner Atmung: Es ist das, was dir hilft weiterzumachen. Deine Atmung. Deshalb lasse sie fließen, höre ihr u und folge ihr.

Setze dir eine Intention: Um die Wirkung zu vertiefen, setze dir deine Intention. So kannst du sogar alles aufschreiben, was du loslassen möchtest und dich mit jeder Runde davon verabschieden.

Suche dir Hilfsmittel zum Zählen: Um dich voll und ganz auf die Praxis zu fokussieren solltest du dir Zählhilfen suchen. Perlen, Streichhölzer, Murmeln, Knöpfe oder Mandeln eignen sich dafür wunderbar. Um während der Praxis zu zählen, platzierst du sie vor deiner Matte in einer Schale und stellst dir eine zweite bereit. Pro Runde legst du eine davon von der einen in die andere Schale.

Beende die Meditation in Ruhe: Wenn alles geschafft ist, nimm dir Zeit die Ruhe, die sich in deinem Körper ausbreitet, wahrzunehmen. Bleib bei dir und genieße diesen Zustand. Dafür kannst du entweder einen aufrechten Meditationssitz einnehmen oder Savasana praktizieren.

 

Viel Spaß beim Üben.