⇽ Zurück zur Übersicht

CN Fitness News

Dünndarm – das Energieorgan Nr. 1

Das Leben soll nicht dümpeln. Es soll sprühen! Erfüllt sein mit Erfolgen und Lebensfreude. Nicht immer ganz leicht bei all dem Stress. Wer aber genau forscht, der erkennt versteckte Defizite im Körper, die dafür verantwortlich sein können, dass uns der Stress und viele andere Faktoren schwächen.

© ag visuell - stock.adobe.com


Wir sind ein Team aus Weltklasse-Athleten, Bundestrainern, Mitarbeitern von Olympiastützpunkten, Personal Coachs, viele begeisterte Sportler und ich, der Autor dieses Beitrags, Dr. Johannes Weingart.

Wer seine Energie gut einteilt und sorgfältig mit ihr umgeht, indem er sie täglich wieder aufbaut und sich täglich bewegt, ist leistungsfähiger und hat mehr Spaß am Leben. Unsere Forschung kennt nur ein Ziel, Menschen auf ein hohes Energieniveau zu bringen und sie dort oben zu halten. 

Unser Ansatz ist ganzheitlich. Unsere Tipps basieren auf wissenschaftlichen Fakten. Wir konnten mit diesem Konzept bei Weltklassesportlern zeigen, wie man zu mehr Energie kommt und wie man dadurch den Grundstein für mehr Lebensenergie und mehr Erfolg legt. Die Tipps sind praxiserprobt: vom Weltmeister an der Schanze bis zum Weltmeister am Bürostuhl – alle hatten Erfolg. Aber auch mehrere tausend Menschen, die unseren Ratschlägen gefolgt sind.

 


Bauchübungen können für den Dünndarm heilsam sein.


 

Das wichtigste Energieorgan: der Dünndarm

In dieser FitNews geht es um das wichtigste Energie-Organ überhaupt, mit dem sich die Medizin viel zu wenig auseinandersetzt. Es gibt eine Nummer 1 für die Energieentstehung im Körper – und das ist der Dünndarm! Er hat viele zentrale Aufgaben. Er ist zunächst einmal eine „Essens-Zerkleinerungsmaschine“ – ein Quirl, der alles so klein zerlegt, dass es in den Körper aufgenommen werden kann. Denn nur die Einzelbestandteile unserer Nahrung – also z.B. die einzelne Aminosäure des Fleischs, das einzelne Glucose- oder Fructose-Molekül aus der Pasta oder der Banane, die einzelne Fettsäure aus den Nüssen, die Mineralien, Vitamine usw. können in den Körper aufgenommen werden.

Damit sind wir bei der zweitwichtigsten Aufgabe des Dünndarms: Der Dünndarm ist das Resorptionsorgan Nr.1. Wenn es in diesem Gefäßsystem aus Venen und Lymphgefäßen zu einer Störung kommt, ist auch die Aufnahme der lebenswichtigen Nahrungsmittel gestört. Die Kunst, dieses Organ mit osteopathischen Techniken genau zu untersuchen, hat uns bei den Leistungssportlern einen mächtigen Vorteil verschafft. Wir konnten ihnen genau nachweisen, dass sie ihre Leistungen steigern können, wenn sie den Dünndarm in seinen Funktionen verbessern. Und wir hatten und haben damit immer Erfolg.

 


Im Dünndarm ist 80% des Abwehrsystems zuhause.



Ganz nebenbei sind im Dünndarm auch 80% unseres Abwehrsystems zuhause. Somit ist es verständlich, dass eine Störung im Dünndarm eine Schwächung des Abwehrsystems nach sich zieht. Dieses 4,5 Meter lange Organ kann täglich dadurch geschädigt werden, dass wir das Falsche, zur falschen Zeit, zu schnell oder davon auch noch zu viel essen.

Alles Verwertbare an Kohlenhydraten, Eiweißen und Fett, was wir nicht aus dem Darm resorbieren können, führt zu einer Fehlverdauung mit fatalen Folgen. Dabei ist die Übersäuerung noch das kleinste Problem. Bei jeder Art von Fehlverdauung entstehen giftige Substanzen, die den Dünndarm langsam aber sicher krank machen. Und genau dessen sind sich viele Menschen nicht bewusst, wenn sie sich falsch ernähren.

Natürlich macht der Dünndarm das lange mit. Aber irgendwann kommt die Zeit, wo wir es büßen müssen.Die ersten Anzeichen sind Blähungen, unregelmäßiger Stuhlgang, dabei Wechsel zwischen dünnem und festerem Stuhl. Die nächste Stufe bringt dann Müdigkeit, Trägheit und Lustlosigkeit ins Leben. 

Begleiterscheinungen sind aber auch ein schnelleres Altern der Gelenke, der Gefäße und des Gehirns. Wenn Dich andere regelmäßig 10 Jahre älter schätzen, bist Du bereits ein bisschen spät dran. Und wer will das schon?

 

Check: Wie gut ist Deine Energiequelle Nr. 1?

Nimm Dir jetzt unbedingt Zeit für den ersten diagnostischen Schritt. Für wie intakt hältst Du Deinen Dünndarm? Schultert er alles, was Du ihm so aufbürdest? Kann er Deinen Gelenken die optimale Versorgung bieten? Oder hat er manchmal Schwierigkeiten? Braucht er mehr Unterstützung? Und wenn ja, welche?

Analysiere die Situation Deines Dünndarms mithilfe des folgenden Checks. Dieser stützt sich auf Erfahrungen mit Tausenden von Patienten. Der Fragebogen zeigt Dir mit hoher Sicherheit, ob Dein Dünndarm an einer Funktionsstörung leidet oder nicht. Nimm Dir die Zeit für diese neun Fragen. Erstrecke Deinen Analysezeitraum nicht nur über die letzten Tage, sondern am besten über die letzten Wochen und Monate. Jedes Ja gibt einen Punkt, jedes Nein, keinen Punkt.

 

Der Test

Neun entscheidende Fragen zum Dünndarm:

 

Ja

Nein

Beobachtest Du häufiger Kollergeräusche (Glucksen im Bauch)?

Schmerzt es, wenn Du in der Nabelgegend mit einem Finger tief
in den Bauch drückst? (In entspannter Rückenposition folgende
2 Punkte auf Schmerz prüfen: zwei Querfinger links vom Nabel
und zwei Querfinger nach unten. Dann das gleiche rechts.)

 

 

Hast Du während des Essens ein Völlegefühl,
obwohl Du gar nicht viel gegessen hast?

Leiden Sie öfters an Aufstoßen und/oder Sodbrennen?

Sind Sie chronisch müde?

Verspürst Du eine innere Ruhelosigkeit?

Verspürst Du manchmal grundlos eine innere Verunsicherung
bis hin zur Traurigkeit? 

Erlebst Du öfters grundlos Einsamkeitsgefühle?

Falls Du eine der vorangehenden Fragen mit „Ja“ beantwortet hast:
Hast Du diese Phänomene insbesondere zwischen 13-15 Uhr
beobachtet? (Denn in diesem Zeitraum durchlebt der Dünndarm
seine aktivste Zeit.) 

 

 

GESAMTZAHL

 

 

 

Die Auswertung:

 0 Punkte:  
Wunderbar! Deinem Dünndarm geht es gut – Du verhältst Dich richtig. Weiter so!

 1-3 Punkte: 
In der heutigen Zeit ist dies schon ein selten guter Befund, wenn auch nicht ganz perfekt. Zwei Dinge gibt es, die Du ändern solltest: 

Kaue länger und iss abends leichter und weniger.

 4-6 Punkte: 
Nicht so gut, doch Du befindest Dich in „guter“ Gesellschaft: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bewegt sich in diesem Bereich. Deinem Körper und auch Deiner Energie zuliebe solltest Du drei Dinge ändern:

Kaue länger, iss abends leichter und weniger und iss nach 14.00 Uhr keine Rohkost und kein tierisches Eiweiß.

 7 und mehr Punkte:  Breche mit Deinen derzeitigen Essgewohnheiten und Verhaltensweisen – und zwar jetzt! Es gibt fünf Dinge, die Du sofort ändern solltest:

Kaue länger, iss abends leichter und weniger sowie nach 14.00 Uhr kein tierisches Eiweiß mehr. Iss derzeit keine Rohkost, weniger Vollwertkost, trinke keinen Alkohol. Nehme täglich Antioxidantien (Vitamine A + C + E, Selen und Zink). Und suche einen Spezialisten auf, der sich auf die Untersuchung des Bauches versteht - optimal dafür sind osteopathisch ausgebildete Ärzte - und lasse Dich beraten.

Nach unserer Erfahrung wirst Du in 4-6 Wochen mehr Energie haben. Wichtig ist, dass Du aktiv bist: Trainiere regelmäßig. Sprich mit Deinen Freunden darüber, dass Du gerade Deine Ernährung umstellst. Aus der Gruppe kommt meist positive Unterstützung.

 

Last but not least die gute Botschaft

Zum Schluss gibt es noch eine echte Frohbotschaft, denn Du kannst für Deinen Dünndarm ein tägliches „Organ-Tuning“ machen. Dazu musst Du wissen: Die Bauchmuskulatur ist der Kennmuskel des Dünndarms, d.h. ein gestörter oder kranker Dünndarm führt auch zu einer schwachen Bauchmuskulatur. 

Das ist der Grund, weshalb ein „Dünndarmkranker“ viel mehr Bauchmuskeltraining machen sollte wie jemand mit einem gesunden Organ. Denn jede neue Störung in Form einer Fehlernährung stört diesen Muskel immer und immer wieder aufs Neue. Also mache regelmäßig Bauchmuskelübungen, am besten unter Anleitung eines Trainers. Denn werden diese Muskeln stimuliert, wird der Dünndarm positiv in Richtung Heilung angeregt.

 

Zum Autor:
www.docweingart.de