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Beim Griff in die Chipstüte abschalten

Wer sich abends auf die Couch kuschelt, greift gerne mal zu Chips und Co. Wir geben dir Tipps, die dagegen helfen.

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Wissenschaftler haben in einer Untersuchung zum „Essverhalten der Deutschen vor dem Fernseher“ festgestellt, dass es einen emotionalen Zusammenhang zwischen dem TV-Programm und dem, was wir naschen, gibt. Sowohl das Naschen als auch das Fernsehen aktivieren nämlich auf unterschiedliche Weise das körpereigene Belohnungssystem.

 

Naschen macht glücklich
Wenn wir dann anfangen zu naschen, stimulieren wir zusätzlich die Bildung des Glückshormons Serotonin, das sowohl für unser Wohlbefinden als auch für unsere Stimmung verantwortlich ist.  

Für die Bildung von Serotonin benötigt der Körper die Aminosäure Tryptophan, die vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden kann und daher mit der Nahrung zugeführt werden muss. Milchprodukte, Geflügel, Eier, Nüsse, Kartoffeln und Schokolade enthalten Tryptophan. 

Essen ist folglich für das menschliche Wohlbefinden von zentraler Bedeutung. Fernsehen und Süßes gemeinsam genießen wird wie ein Wellnessurlaub empfunden: Essen tut gut und entspannt – allen voran die Süßigkeit, die in Stresssituationen eine beruhigende Wirkung besitzt. Eine ähnliche Funktion übt das Fernsehen aus, wenn es auf entspannende Weise hilft, vom Alltag abzuschalten. 

Gegen das Naschen vor dem Fernseher ist eigentlich gar nichts einzuwenden, solange man nicht zu tief in die Chipstüte greift. Kartoffelchips enthalten jede Menge Kalorien, nämlich etwa 1.000 kcal pro 200g-Tüte. Viele hören auch erst dann auf, wenn die Tüte leer und die Schokolade aufgefuttert ist.

 

Die Dosis entscheidet über die Wirkung
Gezügeltes Naschen ist erlaubt, denn die Dosis entscheidet über die Wirkung. Aber wie kann man die schlechten Essgewohnheiten, zu denen sicher auch das Naschen zählt, überwinden? Wer zwar naschen, aber Extrapfunde vermeiden will, greift zu schlanken Snacks. 

Wenn eine offene Packung Kekse oder eine angebrochene Schokoladentafel den Heißhunger herausfordern, ist Widerstand meist zwecklos. Ganz gleich, ob man aus Langeweile, Frust oder einfach weil’s schmeckt zugreift.  

Die Snacks zwischendurch und über den Tag verteilt belasten das Kalorienkonto ordentlich. Wer auf Dauer schlank bleiben will, muss vor allem die heimlichen Figurkiller umgehen und ein wenig tricksen.

 

Clever naschen
Wer nichts im Haus hat, der gerät gar nicht erst in Versuchung zu naschen. Also: möglichst erst gar keine Vorräte von Chips & Co anlegen. Nie mit der ganzen Tafel oder Tüte vor den Fernseher setzen. Statt dessen Chips und Schokolade in ein kleines Schälchen abfüllen.  

Nachfüllen nicht erlaubt. Nach fett- und kalorienarmen Snack-Alternativen suchen: Statt Sahnejoghurt lieber zur Roten Grütze greifen, statt Chips lieber pikante Reiscracker oder Salzstangen knabbern und statt Schokolade lieber einen klein geschnittenen Apfel essen. Karamellbonbons lassen sich ganz gemächlich lutschen, so dass sie die Lust auf Süßes längere Zeit stillen.  

Zum Knabbern eignen sich auch Gemüse-Sticks aus Radieschen, Gurke oder Karotte, die man in einen Kräuterdip tunkt. Wer Lust auf Würziges hat, der kann auch eine Tomate als Snack vierteln sowie salzen und pfeffern. Und für alle, deren Gelüste in die sauer-pikante Richtung gehen, empfehlen sich Gewürzgurken.