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Aus der Wissenschaft

Wissenschaftler in aller Welt forschen tagtäglich, wie man die Gesundheit und sein ganzes Leben positiv beeinflussen kann. Immer wieder gibt es überraschende Erkenntnisse - einige davon lesen Sie hier.

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Wurst- und Steakesser sterben früher
Eine US-Studie ergab, dass der Verzehr von Steaks, Koteletts, Hamburgern, Würsten und Speck die Wahrscheinlichkeit von Krebs sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten deutlich erhöht. Danach kann das Risiko je nach verzehrter Menge um bis zu 50 Prozent steigen. Männer, die 250 Gramm rotes Fleisch pro Woche essen, erhöhen danach ihr Krebstodrisiko um 22% und ihr Herztodrisiko um bis zu 27%. Bei Frauen erhöhte sich die Gefahr eines Krebstodes um 20% und das Herztodrisiko sogar um 50%. Daher wird empfohlen, den Konsum von rotem Fleisch deutlich zu reduzieren. Interessant ist, dass ein Mehrkonsum von Fisch, Hühnchen oder Pute das Sterberisiko reduziert.

 

Gehirnjogging steigert kognitive Fähigkeiten
Im Fokus einer Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung stand die Frage, ob und wie sich Leistungssteigerungen in einzelnen trainierten Bereichen auf die allgemeine geistige Fitness auswirken. Dazu führten die Probanden zwei- bis dreimal pro Woche jeweils eine Stunde Trainingsaufgaben am Computer durch. Das Training fand in den Kategorien Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis und episodisches Gedächtnis statt. Die Forscher konnten nachweisen, dass die Probanden nicht nur Fortschritte in den trainierten, sondern auch in den nicht trainierten Bereichen des Gehirns erzielten.

 

Alkohol erhöht Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs
Eine bereits seit 24 Jahren laufende US-Studie hat belegt, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erheblich steigert. Besonders gefährdet sind Personen, die über mehrere Jahre hinweg täglich drei oder mehr alkoholische Getränke zu sich nehmen. Regelmäßiger Konsum von Hochprozentigem wie z.B. Schnaps steigert den Bauchspeicheldrüsenkrebs um 32 Prozent. Bei Wein und Bier ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit mit jeweils acht und neun Prozent deutlich geringer. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Probanden geraucht haben oder nicht.

 

Belastung im Job erhöht Krebsrisiko nicht
Dass Dauerbelastungen im Job krank machen, ist bereits bekannt. Das Risiko an Krebs zu erkranken, erhöhen Dauerbelastungen aber nicht, fanden Katriina Heikkilä vom Finnish Institute of Occupational Health in Helsinki und ihre Kollegen heraus. Als Grundlagen für Ihre Forschung werteten sie zwölf Langzeitstudien aus, bei denen über 116.000 Personen beobachtet und untersucht worden waren. Ein Zusammenhang von Arbeitsstress und Krebsrisiko wurde dabei nicht gefunden. Eine Entwarnung ist das aber nur teilweise, da andere Arten von Stress durchaus krebsauslösend wirken können.

 

Fruchtzucker trickst Appetitzentrum aus
Schon seit langem vermuteten Forscher, dass die ansteigende Zahl der Übergewichtigen in den Industrieländern mit einer erhöhten Aufnahme von Fructose zusammenhängt. Forscher an der Yale University haben diesen Zusammenhang nun bestätigt. Dazu analysierten sie die Gehirnströme von Versuchspersonen, die zuvor ein Glucose- bzw. ein Fructose-Getränk getrunken hatten. Bei den Probanden, die das Glucose-Getränk tranken, waren diejenigen Hirnregionen, die für die Regulation des Hungergefühls verantwortlich sind, schwächer durchblutet und damit weniger aktiv. Das hatte zur Folge, dass der Appetit gehemmt wird. Bei Fruchtzucker trat dieser Effekt jedoch nicht auf, d.h. die  Fructose, die heutzutage in vielen Lebensmitteln anstelle von Haushaltszucker verwendet wird, steigert den Appetit und ist somit für die Entstehung von Übergewicht mitverantwortlich.

 

Hühnersuppe als Blutdrucksenker
Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hühnersuppe nicht nur gegen Erkältung, sondern auch gegen Bluthochdruck helfen kann. Einige Teile der Hühner sind allerdings wirkungsvoller als andere. Zum Beispiel seien Hühnerbeine effektiver als Hühnerbrust. Diese Geflügelteile enthalten Eiweiße, die eine ähnliche Wirkung wie Medikamente haben. Verantwortlich dafür sind sogenannte ACE-Hemmer, die wie Blutdrucksenker wirken. Die Wissenschaftler konnten vier Proteinmischungen finden, die dauerhaft und wirkungsvoll den Blutdruck senken konnten.

 

Fehlender Schlaf lässt sich nachholen
Ein Wissenschaftler-Team von der University of Pennsylvania hat festgestellt, dass die Folgen von chronischem Schlafmangel durch eine lange Nachtruhe wieder ausgeglichen werden können. Dazu reduzierten die Forscher den Schlaf ihrer Probanden auf 4 Stunden pro Nacht. Diese mussten tagsüber dann verschiedene Verhaltenstests und neurologische Untersuchungen absolvieren. Hierbei wurden Daten zu Reaktionszeit, Müdigkeitsniveau und Konzentrationsfähigkeit gemessen. Nach kurzen Schlafzeiten waren die Ergebnisse eher schlecht. Sie verbesserten sich aber zunehmend mit Verlängerung der Schlafzeit.

 

Ist der Fernseher ein Spermienkiller?
US-Forscher haben herausgefunden, dass die Zeugungsfähigkeit von Männern bei einem Fernsehkonsum von 20 Stunden in der Woche drastisch reduziert wird. Dazu untersuchten sie sowohl die Spermienkonzentration als auch die Spermienqualität. Je mehr die Männer fernsahen, desto weniger Spermien wurden produziert. Eine hohe Spermienqualität korrelierte jedoch hoch mit einer hohen sportlichen Aktivität: Gegenüber den Couch-Potatoes hatten die Sportler eine um 73 Prozent höhere Spermienkonzenration. Bei den Männern, die wenig fernsehen, hatte der Sport jedoch kaum Auswirkungen auf die Spermienkonzentration.

 

Intervall-Training verbrennt mehr Kalorien
Eine Studie der Colorado State University und der University of Colorado hat gezeigt, dass ein kurzes Intervalltraining mehr Kalorien verbrennt, als ein langes Training mit gleichbleibender Intensität. Dazu ließen die Forscher ihre Probanden an einem Tag ein 25-minütiges Intervalltraining auf dem Fahrradergometer durchführen und am nächsten Tag ein 2-stündiges Training auf dem Ergometer bei gleichbleibender Intensität. Obwohl die zeitliche Dauer der beiden Trainingseinheiten stark unterschiedlich war, verbrannten die Probanden beim deutlich kürzeren Intervalltraining rund 200 Kalorien mehr.

 

Das Training mit kleinen Gewichten ist genauso effektiv, wie mit großen
Eine Studie an der MacMaster University in Hamilton hat ergeben, dass das Training mit kleinen Gewichten genauso effektiv sein kann, wie mit schweren Gewichten. Die Forscher teilten ihre Probanden in drei Gruppen ein. Die erste Gruppe sollte drei Sätze mit 80 Prozent des Maximalgewichts, die zweite einen Satz mit 80 Prozent des Maximalgewichts und die dritte Gruppe drei Sätze mit 30 Prozent der Maximalkraft ausführen. Wiederholungszahlen wurden keine vorgegeben. Die Probanden sollten die Sätze bis zur Muskelermüdung ausführen. Das Ergebnis war überraschend: Die beiden Gruppen, die drei Sätze durchführten, also eine mit schwerem und die andere mit leichten Gewichten legten im selben Maß an Muskeln zu. Die Ein-Satz-Gruppe jedoch nur halb so viel. Der Trainingserfolg scheint also nicht vom Gewicht abzuhängen, sondern von der Trainingsintensität. Für ein effektives Training ist es also besser bis zur Muskelerschöpfung zu trainieren, als zu hohen Gewichten zu greifen.