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Aus der Wissenschaft für Dich recherchiert

Wir haben wieder für Dich recherchiert und einige interessante Studien aus der Wissenschaft durchforscht. Wusstest Du, dass Hunger auf Süßes genetisch bedingt ist oder besseres Sehen auch mit der Ernährung in Zusammenhang steht oder zu viel an Schlaf ungesund ist? Sei gespannt auf diese und sechs weitere spannende Themen.

© peshkov-stock.adobe.com
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Hunger auf Süßes ist genetisch bedingt

Kanadische Forscher haben herausgefunden, warum vor allem Frauen häufig Verlangen nach Süßigkeiten haben. Dazu untersuchten die Forscher um Professor Michael Meaney das Essverhalten von Kleinkindern. Dabei zeigte sich, dass Kinder, die häufiger zu Schokolade und Süßem griffen, Veränderungen in einem bestimmten Gen aufwiesen, welches das Essverhalten beeinflusst. Diese genetischen Veränderung trat besonders häufig bei Mädchen auf. Schlechte Essgewohnheiten können demnach tatsächlich genetisch bedingt sein.

Auch spätberufene Sportler bleiben länger fit

Training im AlterBritische Forscher konnten zeigen, dass es nie zu spät ist, mit Sport anzufangen. Sie fanden heraus, dass selbst Personen, die erst in hohem Alter anfangen Sport zu treiben, ihre Wahrscheinlichkeit gesund zu altern, verdreifachen. Wer sein ganzes Leben intensiv oder mäßig Sport getrieben hat, erhöht seine Chance sogar um das Siebenfache. Untersucht wurden 3.500 Personen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren. 

Besser sehen mit gesunder Ernährung

Forscher des Uniklinikums in Leipzig untersuchten die Auswirkungen einer gesunden Ernährung auf die Sehfähigkeit. Dazu ließen die Wissenschaftler ihre Probanden über 12 Monate hinweg täglich Nahrungsergänzungsmittel, die u.a. Omega-3-Fettsäuren enthielten, einnehmen. Das Ergebnis:  Alters- und Lebensumstands-bedingter Verlust der Sehkraft konnte verlangsamt oder sogar gestoppt werden. In diesem Zusammenhang interessant zu wissen: Werden die Stoffe über das Essen aufgenommen, kann der Körper sie besser verwerten, als wenn er sie über Kapseln aufnimmt.

Ballaststoffe beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

BallaststoffeEine US-Langzeitstudie zeigt, dass eine ballaststoffreiche Nahrung Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Personen, deren Nahrung einen besonders hohen Anteil an Ballaststoffen enthält, haben ein geringeres Risiko, Entzündungen am Herz und an Gefäßen zu erleiden. Dieser Effekt zeigt sich unabhängig von Geschlecht, Alter und ethnischer Herkunft. Experten empfehlen einen täglichen Verzehr von 30-40g Ballaststoffen. 

Bewegung sorgt für bessere Schulleistungen

Eine Forschergruppe an der University of Dundee in Schottland untersuchte den Einfluss von Sport und Bewegung auf Schulnoten bei Kindern. Das Ergebnis: Je mehr sich die Kinder bewegt hatten, desto besser schnitten sie auch bei Vergleichstests zwei und vier Jahre später ab. Vor allem Mädchen profitieren von einem Mehr an Bewegung. Insbesondere in den Naturwissenschaften konnten sie ihre Leistungen verbessern. Es lohnt sich also, die Kinder von der Couch auf den Sportplatz zu schicken.

Gibt es Anti-Aging-Lebensmittel?

Das Älterwerden hinauszuzögern ist ein alter Traum von uns Menschen. Bestimmten Lebensmitteln wird eine lebensverlängernde Wirkung zugeschrieben. Vor allem solche, die sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten. Ob diese These wissenschaftlich haltbar ist, prüften nun Forscher aus den USA und Taiwan. Ihren Ergebnissen zufolge ist das einzige lebensverlängernde Indiz eine kontrollierte bzw. eingeschränkte Energiezufuhr. Zwar gibt es Hinweise, dass einige Inhaltsstoffe positive Auswirkungen haben könnten. Um das zu verifizieren fehlen allerdings noch wissenschaftliche Studien.

Wird gutes Cholesterin überschätzt?

Allgemein wird zwischen dem schlechten Cholesterin LDL und dem guten Cholesterin HDL unterschieden. Hohe LDL-Cholesterin-Werte werden als Ursache für Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen gesehen. Ein hoher Wert an HDL-Cholesterin hingegen soll gerade davor schützen. Forscher aus Mannheim, Heidelberg, Hamburg und Bern schränken diese These nun ein. Sie fanden heraus, dass die Wirkung des HDL-Cholesterins nachlässt, wenn bereits eine Schädigung der Herzkranzgefäße vorliegt. Die Beurteilung der Cholesterinwerte ist also auch immer abhängig vom Gesundheitszustand der Betroffenen.

Hochintensives Training besser als Spaziergänge

TrainingAustralische Forscher fanden heraus, dass eine Stunde hochintensives Training die gleiche Wirkung auf Gesundheit und Fitness hat, wie 50 Stunden Spazierengehen. Dazu verordneten sie ihren Versuchspersonen einen Fitnessplan über 6 Wochen. Ein Teil absolvierte an drei Tagen pro Woche ein einstündiges hochintensives Zirkeltraining und der andere Teil ging an sieben Tagen pro Woche 30 Minuten spazieren. Das Ergebnis: Hochintensives Training hat deutlich bessere Wirkungen auf den Gesundheitszustand als Spaziergänge.

Zuviel Schlaf ist ungesund

Ein Zuviel an Schlaf soll die gleichen Risiken für die Gesundheit nach sich ziehen, wie zu wenig. Das behaupten zumindest US-Forscher der American Academy of Sleep Medicine. Sie untersuchten Normal-, Kurz- und Langschläfer und fanden heraus, dass Kurzschläfer, die weniger als 6 Stunden pro Nacht schlafen, häufiger mit Problemen des Herz-Kreislauf-Systems, Fettleibigkeit und Depressionen zu kämpfen haben. Bei den Langschläfern mit mehr als 10 Stunden Schlaf pro Nacht waren diese Effekte sogar noch ausgeprägter. Um Herz-Kreislauf-Probleme zu vermeiden und gesund zu schlafen, empfehlen Experten 7 bis 9 Stunden pro Nacht.