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Stop smoking! Rauchen schadet der Gesundheit

In mehreren europäischen Ländern wird die Nikotinersatztherapie von Krankenkassen bezahlt, in Deutschland dagegen nicht. Dabei spricht vieles für einen Kostenersatz, denn die Erfolge sind unbestreitbar.

© Nopphon - stock.adobe.com


 

„Rauchen schadet der Gesundheit“ oder „Rauchen kann tödlich sein“ steht auf den Zigarettenpackungen. Aufgrund eines von der EU verabschiedeten Gesetzes sind drastische Bilder, z.B. von amputierten Gliedmaßen oder zerstörten Gebissen zu sehen. Aber selbst davon lassen sich viele der rund 20 Millionen Raucher in Deutschland nicht abhalten, weiterhin zu ihrem geliebten Glimmstängel zu greifen. Der Anteil der Raucher liegt bei Frauen bei 20,4 % und bei Männern bei 34 % der Bevölkerung.

 

Hohes Risiko

Dabei ist das vom Rauchen verursachte Gesundheitsrisiko völlig unstrittig. Über 30 verschiedene Erkrankungen gibt es laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum, die in Verbindung mit Nikotinkonsum stehen. Jährlich sterben zwischen 100.000 und 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. 

Erfreulich ist, dass die Zahl der Raucher gerade bei jüngeren Menschen im Lauf der letzten Jahre etwas zurückging, während es in den höheren Altersgruppen fast gar keinen Rückgang gab. 

 

Ernsthafte Sucht

Die Haltung der Medizin zum Rauchen hat sich seit 2005 deutlich geändert. Nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation WHO stellt die Nikotin- und Tabakabhängigkeit eine ernstzunehmende Suchterkrankung dar, vergleichbar mit Alkohol- und Drogen-Abhängigkeit. 

Unter Medizinern ist es verbreitete Meinung, dass Nikotin nicht nur körperliche, sondern auch psychische Abhängigkeit hervorruft. Demnach handelt es sich beim Rauchen – sofern es gewohnheitsmäßig und in hoher Intensität betrieben wird – um eine behandlungsbedürftige Erkrankung.

 


Wer mit dem Rauchen aufhört, hat eine höhere Lebenserwartung


 

Rauchentwöhnung

Laut der deutschen Ärzte Zeitung ist es mittlerweile wissenschaftlich abgesichert, dass eine Kombination aus ärztlicher Beratung, verhaltenspräventiven Maßnahmen und medikamentöser Nikotinersatztherapie am effektivsten ist. Solche Therapien beinhalten zum Beispiel Nikotinpflaster, spezielle Kaugummis oder Anti-Rauchen-Lutschbonbons.

In mehreren Studien wurde die Effizienz dieser Therapien wissenschaftlich nachgewiesen, wodurch die Betroffenen große Vorteile haben:

  • Wer mit dem Rauchen aufhört, hat eine höhere Lebenserwartung
  • In der restlichen Lebenszeit steigt die Lebensqualität erheblich 
  • Durch den Verzicht auf das Rauchen werden Gesundheitskosten in Milliardenhöhe eingespart. 

Obwohl die Vorteile auf der Hand liegen, ist es laut Bundesgesetz den Krankenkassen nicht möglich, Raucherentwöhnungs-Therapien zu bezahlen. Diese werden nämlich auf die gleiche Stufe wie die Behandlung von Haarausfall, Erektionsstörungen, kosmetische Zahnbehandlungen und dergleichen gestellt. Bei Tabakabhängigkeit handele es sich um ein selbstverschuldetes Fehlverhalten und dessen Behandlung ist laut Gesetzgeber von einer Erstattung ausgeschlossen.

 


Rauchen ist nicht mit einem fitnessorientierten Lebensstil vereinbar


 

Fitness und Rauchen 

Letztlich ist natürlich jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich und kann frei entscheiden, ob er rauchen möchte oder nicht. Besonders Menschen, die Zeit und Geld in ihre körperliche Fitness investieren, indem sie regelmäßig in einem Fitnessclub trainieren, sollten sich bewusst sein, dass Rauchen mit einem fitnessorientierten Lebensstil keinesfalls vereinbar ist. Man schadet sich, seinen Mitmenschen, der Gesellschaft und letztlich auch seinem Geldbeutel. 

 

Fazit

Wer jetzt noch raucht, sollte sich schnellstens dazu entscheiden, dem Nikotinkonsum zu entsagen oder ihn zumindest deutlich zu reduzieren. Wer es nicht alleine schafft, dem ist eine Therapie zu empfehlen, die mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand verbunden ist. Das lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die deutschen Krankenkassen derzeit noch nichts dafür bezahlen.