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Yin Yoga: Ruhe im bewegten Alltag

Im Alltag die Balance zu halten, ist gar nicht so einfach. Yin Yoga kann der perfekte Ausgleich sein. Der eher passive Yogastil wirkt besonders tief und sorgt so für die nötige Entspannung.

© Fizkes - stock.adobe.com
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Irgendwie sehnen wir uns alle nach einem Gefühl der Harmonie. Die einen nennen es „im Einklang“ mit sich selbst zu sein, die anderen streben nach „Balance“. 

Was dieses Gefühl ausmacht, sind die Gegensätze, die aufeinandertreffen und sich gegenseitig ausgleichen. Es ist das ständige Hin und Her, das das Pendeln wie ein ständig neu hergestelltes Gleichgewicht erscheinen lässt.

Ein Gefühl, nach dem sich viele Menschen sehnen. Dabei geht es im Alltag vor allem um eines: Bewegung. Jeder will ständig in Bewegung sein. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Bewegung ist wichtig als Ausgleich zum viel zu vielen Sitzen. 

Doch oft ist es gar nicht diese Bewegung, die den Alltag ausmacht. Vielmehr sind es die Hektik, der Stress und die ständige Erreichbarkeit, die so viel Bewegung erzeugen, dass man einfach nicht zur Ruhe kommen kann. 

Zeit zum Durchatmen bleibt im schnellen, kurzlebigen Alltag nicht. Immer höher, schneller, besser, weiter. Irgendwann ist man völlig außer Atem in einem Hamsterrad, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Es fehlt das Yin zum Yang. 


Es geht nie nur um das eine oder das andere, sondern immer nur um die Einheit.


 

Yin und Yang - ein untrennbares Paar

Yin und Yang existieren nur zusammen. Sie sind untrennbar und bedingen einander. Yin ist ein Teil von Yang und Yang ist ein Teil von Yin. Dabei steht Yin für Ruhe, Kälte, Passivität und man spricht von der zur Erde zugewandten Seite. 

Yang hingegen steht für Aktivität, Bewegung, Wärme und die der Sonne zugewandte Seite. Aber wie sollen die beiden zu einer Einheit werden, wenn es im Alltag immer nur um Bewegung, Aktivität und das ständige Streben nach mehr geht? Richtig, es funktioniert nicht. Und schon gar nicht mit einem guten Gefühl. 

Was wir also brauchen, ist mehr Yin. Auszeiten. Zeit zum Durchatmen, Innehalten und Spüren. Um all das geht es im Yin Yoga. Auch beim Yin Yoga geht es um Bewegung. Aber auf eine andere Art. 

Die ruhige, passive Praxis gibt Dir Zeit, all die Bewegungen wahrzunehmen, für die sonst keine Zeit bleibt. Durch das langsame Hineinschmelzen in die Haltungen entsteht eine Bewegung, die tiefer geht. Sie dringt tief in Deine Faszien ein und macht alles geschmeidig. 

Das Schöne ist: Du musst Dich nicht entscheiden. Darum geht es gar nicht. Es geht darum, beides zu üben. Yin und Yang. Es geht nie nur um das eine oder das andere, sondern immer um die Einheit.


Was wir brauchen, ist mehr Yin. Auszeiten. Zeit zum Durchatmen, Innehalten und Spüren.


 

Diese Yin-Haltungen bringen mehr Ruhe

Bist Du noch auf der Suche nach einer kurzen Yin-Einheit, die etwas mehr Ruhe in Deinen Alltag bringt? Dann probiere diese drei Asanas aus. Lass Dir Zeit, Dich in die Haltungen einzufühlen, damit Dein Körper eine Position findet, in der er zur Ruhe kommen kann. Die Stellungen werden fünf bis sieben Minuten gehalten. Wir zeigen drei Übungen, die immer funktionieren.

1. Die Libelle: 

Im Sitzen spreize die Beine so weit wie möglich und lasse den Oberkörper nach vorne fallen. Benutze ein Kissen oder Polster, um Deinen Kopf abzustützen. Wenn Du ein starkes Ziehen in der Beinrückseite spürst, kannst Du auch die Knie unterlegen.

2. Anahatasana: 

Aus dem Vierfüßlerstand bewegen sich die Hände am Boden entlang nach vorne, so dass das Brustbein zum Boden sinkt. Das Becken bleibt oberhalb der Knie. Diese Haltung öffnet sanft den Schulter- und Herzbereich.

3. Seegras: 

In Rückenlage das Becken auf ein Kissen oder Polster legen und die Beine nach oben strecken. Diese Position lässt sich auch wunderbar an der Wand üben und wirkt besonders entspannend am Abend.

 

 


Bildquellen:

Trainingsbilder: SAFS&BETA Martina Schneider