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Fremdwort Bewegung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jedem ein wöchentliches Bewegungspensum von mindestens 150 Minuten, um Gesundheit und inneres Wohlbefinden zu erhalten.

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Etwa 1000 Deutsche wurden im Rahmen einer Studie zu ihrem alltäglichen Bewegungsverhalten befragt und das Fazit ist aus Sicht von Gesundheitsexperten mehr als ernüchternd: Sport wird immer mehr zur Nebensache! Lediglich 48% der Befragten gaben an, regelmäßig Sport zu betreiben, wovon nur 6% über ein Trainingsvolumen von 5 Stunden pro Woche kamen. Das sind deutlich weniger, als noch vor 6 Jahren. Damals bezeichnete sich mit knapp 60% noch deutlich mehr als die Hälfte als sportlich aktiv.

 

Wie lässt sich die Bewegungsfaulheit der Deutschen erklären?
Viele gaben als Grund für mangelnde Bewegung den Zeitmangel aufgrund von familiären und beruflichen Verpflichtungen an. Schnelligkeit ist oft wichtiger als ausreichende Bewegung, sodass immer häufiger auch für kurze Strecken auf das eigene Auto oder öffentliche Verkehrsmittel zurückgegriffen wird.

Vor allem übergewichtigen Menschen, fällt es oft schwer, sich zu einer Trainingseinheit im Fitnessstudio oder zum Joggen im Park aufzuraffen. Sie fühlen sich während des Trainings manchmal bloßgestellt und ziehen es daher vor, zu Hause zu bleiben. Gerade hier ist es besonders wichtig, den Teufelskreis zu durchbrechen und das eigene Wohlbefinden und Selbstbewusstsein zu steigern!

 


Kleine Schritte sind oftmals besser, als große Umstellungen. Dadurch gewöhnen Sie sich besser an die Bewegung!


 

Der am häufigsten genannte Grund für mangelnde Bewegung ist jedoch die schlichte Bequemlichkeit der Deutschen. Den meisten fällt es einfach enorm schwer, ihren inneren Schweinehund zu überwinden und sich für den Sport zu motivieren. Dies liegt vor allem daran, dass der Begriff Sport in der Regel negative Assoziationen hervorruft. Viele vergessen dabei, dass es vielfältige Formen der Bewegung gibt, die weniger Motivation kosten und uns im besten Fall sogar Freude bereiten.

So kann entspannte Gartenarbeit im Sommer oder eine Fahrradtour mit Freunden denselben Effekt, wie ein herkömmliches Training haben. Auch Fitnessstudios bieten durch eine breite Auswahl an modernen Trainingsgeräten und motivierenden Kursen ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot. In der Gruppe macht Sport immer mehr Spaß! Durch eine gute Trainingsbetreuung und feste Kurstermine wird man zusätzlich motiviert und hat weniger Probleme, seinen inneren Schweinehund zu überwinden.

 

 

Wir wollen viel, doch tun nur wenig…
Interessanterweise mangelt es den Deutschen keineswegs am Bewusstsein. Gerade mal jeder 8. ist mit der eigenen Gesundheit zufrieden und hält das eigene Bewegungsverhalten für in Ordnung. Entsprechend gab weit über die Hälfte an, ein schlechtes Gewissen zu haben und eigentlich mehr Sport machen zu wollen. Dennoch kommen 2/3 der Deutschen auf weniger als eine Stunde Bewegung pro Tag. Ein erschreckender Wert, wenn man bedenkt, dass dabei jeder Gang zur Toilette oder zur Kaffeemaschine mit einberechnet wird.

 

Wir sitzen uns krank
Entsprechend hat sich auch die durchschnittliche Zeit, die der Deutsche im Sitzen verbringt, signifikant erhöht. Im Schnitt kommt jeder Deutsche dabei auf über 7 Stunden pro Tag, was angesichts einer durchschnittlichen Bewegungszeit von nur 30 Minuten erstaunlich viel ist. Forscher haben zudem einen interessanten Zusammenhang zwischen Selbstzufriedenheit und täglicher Sitzdauer festgestellt. Demnach verbringen die Befragten, welche mit ihrem aktuellen Gesundheitszustand unzufrieden sind etwa 1 bis 2 Stunden länger im Sitzen, als diejenigen, die sich wohl und gesund fühlen.

 

Aktiver Südwesten:
Interessant bei der deutschlandweiten Studie sind die auffälligen Abweichungen zwischen den Bundesländern. Es zeigt sich ein klares Ost-West Gefälle, was sportliche Aktivität in Alltag, Urlaub, Beruf und Freizeit betrifft. Baden-Württemberg ist dabei absoluter Spitzenreiter! Mit mehr als 60% ist der Südwesten fast doppelt so aktiv, wie die ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

 

 

Bewegung zur Selbstverständlichkeit machen!
Dabei ist es gar nicht schwer, Bewegung in den Alltag einzubauen. Seien es triviale Umstellungen, wie das Arbeiten im Stehen, vermehrtes Treppensteigen oder die Ausführung von Kniebeugen während des Zähneputzens. Alles bringt Bewegung in unseren Alltag, ohne dass wir es merken. Es sind die langfristigen Veränderungen, die sich positiv auf unsere Fitness auswirken. Wenn diese kleinen Bewegungen zum Alltag werden, wird sich auf lange Sicht auch der Körper daran anpassen.

Vor allem aber sollte der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio zur selbstverständlichen Routine gehören. Immerhin sind derzeit über 12 Millionen Deutsche Mitglied in einem Studio, Tendenz steigend. Man kann also Hoffnung haben, dass es in Zukunft deutlich weniger “Bewegungsmuffel” gibt als heute noch!

 

Fazit:
Zunehmender Leistungsdruck am Arbeitsplatz, schlechtes Wetter, körperliche Einschränkungen oder fehlende Motivation sind die häufigsten Gründe. Dies alles führt dazu, dass Bewegung für viele Deutsche immer mehr zum Fremdwort wurde. Angesichts verschiedenster Bewegungsformen, die im Fitnessstudio angeboten werden, kann es eigentlich keine Ausreden mehr geben. Jeder kann und sollte selbst dafür sorgen, dass Bewegung ein Teil des Alltags wird.