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Bärlauch – Gaumenschmaus und gesund zugleich

Bärlauch ist ein wahrer Gesundheitsbooster. Aber nicht nur der gesundheitliche Wert, zeichnet Bärlauch aus, auch die Geschmacksnerven profitieren durch die Beigabe von Bärlauch in den verschiedensten Gerichten.



Bärlauch, auch als wilder Knoblauch bekannt, kommt in fast ganz Europa und Nordasien vor. Als Mitglied der Gattung Allium ist der Bärlauch eng mit der Zwiebel (Allium cepa), dem Knoblauch (Allium sativum), dem Lauch (Allium ampeloprasum) und dem Schnittlauch (Allium schoenoprasum) verwandt. Sein botanischer Name, Allium ursinum, leitet sich vom lateinischen ursus ab, was Bär bedeutet.

Geschichtlich überliefert ist, dass er Bärlauch genannt wurde, weil er ein Frühlingsgenuss für Bären sein soll, die gerade aus ihrem Winterschlaf erwacht sind. In Deutschland findet man den Bärlauch in feuchten und schattigen Wäldern von März bis Mai. 


 

Was zeichnet Bärlauch aus?

Bärlauch gilt als mindestens genauso heilwirksam wie der kultivierte Knoblauch. Laut der Deutschen Apothekerzeitung ergaben pharmakologische Untersuchungen, dass die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Bärlauchs Sauerstoffradikale abfangen bzw. antioxidativ wirken. Dieser Effekt ist zur Vorbeugung bestimmter chronischer Erkrankungen von Bedeutung.

Aus gesundheitlicher Sicht gibt es mehrere bemerkenswerte Eigenschaften des Bärlauchs, unter anderem wirkt er sich positiv bei hohem Blutdruck, hohem Cholesterinspiegel, Magenverstimmungen und chronischen Krankheiten aus. Bärlauch kann innerlich und äußerlich als Kräuterzusatz verwendet oder zu Umschlägen und anderen Hausmitteln hinzugefügt werden. Im Folgenden sind einige der bekannten gesundheitlichen Vorteile aufgeführt

 

Chronische Krankheiten

Wie bereits oben erwähnt, haben die Wirkstoffe des Bärlauchs die Fähigkeit, die Aktivität freier Radikale zu neutralisieren, bevor sie zu Zellmutationen und oxidativem Stress führen können. Dies kann dazu beitragen, das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten, Krebs – insbesondere Darmkrebs, wie Studien aufzeigen - oder Arthritis zu senken. Der positive Einfluss von Bärlauch auf zu hohen Blutdruck führt dazu, dass zudem das Risiko für Atherosklerose, Herzinfarkte und Schlaganfälle verringert werden kann. Eine Bärlauchkur darf jedoch nicht die einzige Maßnahme sein, um diesen Erkrankungen vorzubeugen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang generell, sich gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen.

 

Magen-Darm-Beschwerden

Antibakterielle und antimykotische Verbindungen des Bärlauchs können helfen, die bakterielle Flora im Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen, indem sie dafür sorgen, dass unerwünschte Mikroben und schädliche Bakterien abgetötet werden. Die nützlichen Darmbakterien können dagegen ungehindert siedeln. Hierdurch können Gärungsprozesse verhindert und Entzündungen, Blähungen, Krämpfe, Verstopfung und andere Magen-Darm-Probleme, gelindert werden. Die bereits erwähnten Schwefelstoffe können zudem die Leber anregen und die Gallenproduktion antreiben und die im Bärlauch enthaltenen Senfölglykoside wirken überdies verdauungsfördernd.

 

Hoher Cholesterinspiegel

Bärlauch ist in der Lage den Gesamtcholesterinspiegel zu senken. Dazu wird empfohlen den noch jungen Bärlauch zu verwenden. Durch seine wertvollen Inhaltsstoffe kann er dazu beitragen, Ablagerungen in den Blutgefäßen abzubauen und die Blutgefäße zu erweitern und sie elastischer zu machen, wodurch Arteriosklerose gemildert bzw. ihrer Entstehung vorgebeugt werden kann.

 

Infektionen

Bärlauch stärkt,  unter anderem durch seinen hohen Vitamin C-Gehalt und seinen antimikrobiellen Eigenschaften, unser Immunsystem und kann somit unseren Organismus vor Infektionen schützen, die durch Viren, Bakterien und Pilze verursacht werden. Da er durch seine schleimlösende Eigenschaft die Atemwege befreit, erleichtert er bei grippalen Infekten das Atmen und lindert den Husten. Er kann zudem die Genesung bei einer Erkältung beschleunigen

 

Frühjahrsmüdigkeit

Nicht wenige Menschen leiden beim Wechsel zwischen der kalten und warmen Jahreszeit unter Frühjahrsmüdigkeit. Dies ist nicht selten auf einen Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zurückzuführen. Da in Bärlauch viele Mikronährstoffe enthalten sind, kann dieser Mangel durch das Lauchgewächs ausgeglichen werden.

 

Entgiftung und Verbesserung des Hautbildes

Bärlauch in Form von Bädern ist ideal für alle, die unter problematischer Haut, entzündlichen Prozessen auf der Haut, Hautreizungen, Ekzemen und Dermatitis leiden. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Lauchgewächs den gesamten Körper entgiftet und entschlackt. 

 

Und was macht nun den Bärlauch so gesund?

Obwohl Bärlauch eine ganze Reihe an Mikronährstoffen aufzuweisen hat, besteht die Annahme, dass die gesundheitlichen Vorteile auf dem hohen Gehalt an Schwefelverbindungen, Phenolen und Steroidglykosiden beruhen, die für die antimikrobielle und antimykotische Wirkung verantwortlich sind. Studien zeigten auf, dass Bärlauch im Vergleich zu anderen Lauchgewächsarten einen fast 20-mal höheren Gehalt an Adenosin (eine Art von Glykosid) und einen doppelt so hohen Gehalt an Ajoen (schwefelhaltige Verbindung) aufweist. 


100 Gramm frische Bärlauchblätter enthalten:

  • 150 mg Vitamin C
  • 340 mg Kalium
  • 76 mg Kalzium
  • 22 mg Magnesium
  • 3 mg Eisen

 

Zudem enthält der grüne Bruder des Knoblauchs Zink, Folsäure, essenzielle Aminosäuren, ätherisches Öl, Schwefel, Alliin, Allicin, Alkylsulfensäure, Allylpolysulfid, Alkylpolysulfid, Adenosin und Ajoen.

Und dabei ist das Lauchgewächs überaus kalorienarm. In 100 g Bärlauch sind lediglich 19 kcal (79 kJ) enthalten. Sie setzen sich zusammen aus 92,6 g Wasser, 2,9 g Kohlenhydrate, 0,3 g Fett, 0,9 g Eiweiß und 2,2 g Ballaststoffe.