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Yogi-Wissen: Muss man Yoga eigentlich barfuß praktizieren?

Eine Frage, über die du bestimmt auch schon mal gestolpert bist. Aber warum muss es unbedingt barfuß sein? Und gibt es Alternativen? Wir haben die Antwort für dich.

© shashi - unsplash.com


Es gibt Fragen, die sich jeder Yogi früher oder später stellt. Manchmal liegen die Antworten so nah. Bei anderen wird es plötzlich klarer, wenn man versteht warum. Genau deshalb widmen wir uns solchen Fragen. Eine davon: Muss man Yoga eigentlich barfuß praktizieren? 

 

Warum Schuhe auf der Yogamatte tabu sind 

Schaut man auf die Füße der Yogis, fällt sofort auf, dass die meisten lieber barfuß unterwegs sind, als die Füße in zu enge Schuhe zu quetschen. Schuhe auf der Yogamatte? Ein echtes No-Go. Warum das so ist, wird jedoch selten erklärt. Im Yoga hat das mehrere Gründe: 

 

#1 Barfuß hast du einen besseren Halt

Der erste Grund ist ein ganz praktischer. Wer jemals auf der Yogamatte herum gerutscht ist weiß, dass es kaum etwas nervigeres gibt. Hast du keinen Halt, kannst du viele der Haltungen nicht richtig einnehmen, sodass ein Teil der Wirkung verloren gehen kann. In Socken oder Schuhen funktioniert das einfach nicht so gut wie barfuß. Natürlich spielt dabei auch die Yogamatte eine Rolle, bei der du unbedingt darauf achten solltest, dass sie eine geeignete Oberfläche hat. 

 

#2 Barfuß werden Fußmuskeln & Fußgewölbe trainiert

Die Füße spielen nicht nur im Yoga eine wichtige Rolle. Sie sorgen für Balance und tragen uns durch unser ganzes Leben. Dabei lastet eine ganze Menge an Gewicht auf den Füßen. Um diese Last abzufedern, gibt es das Fußgewölbe, das regelmäßig trainiert werden sollte. Stecken unsere Füße den ganzen Tag in (zu engen) Schuhen kann das nach und nach verloren gehen. Yoga trainiert Fußmuskeln und Fußgewölbe – vor allem, wenn du ohne Schuhe übst. Das wirkt sich positiv auf deine Balance aus, was sich auch im Alltag bemerkbar macht. Dank der Barfuß-Praxis kannst du so mit (noch) mehr Leichtigkeit durch dein Leben gehen. 

 

#3 Barfuß kannst du dich besser verwurzeln und die Erdung spüren

Im Yoga sprechen wir viel über die Verwurzelung und Erdung. Dabei geht es vor allem um das Gefühl der Stabilität. Es ist die Verwurzelung, die hilft, dich in Balance zu halten. Sie hilft dir, das Gleichgewicht nicht zu verlieren – auch oder besonders dann, wenn es wackelig wird. Sie gibt dir Halt und schenkt dir dadurch ein unglaubliches Gefühl von Leichtigkeit. Barfuß bist du direkt mit dem Boden verbunden und kannst dieses Gefühl noch bewusster wahrzunehmen. Im Yoga geht dieser Gedanke sogar noch weiter. Dabei sind eine tiefe, bewusste Verwurzelung und Erdung Voraussetzung, um den Zustand der Glückseligkeit zu erreichen und in Verbindung mit dem Göttlichen zu kommen. 

 

Bitte nicht barfuß! Welche Alternativen gibt es?

Du kannst dich einfach nicht damit anfreunden barfuß auf die Matte zu gehen? Kein Problem. Im Yoga geht es vor allem darum, dass du dich gut fühlst. Ohne Verbote, Vorschriften und Erwartungen. Und wenn es für dich mit nackten Füßen einfach nicht geht, dann suche eine Alternative, die für dich passt. Schuhe sollten es trotzdem nicht sein. Stattdessen gibt es sogenannte Yoga-Socken, die es in allen möglichen Formen gibt. Wichtig ist, dass sie Noppen oder eine Antirutschsohle haben, um den stabilen Stand zu gewährleisten. Du siehst also, selbst wenn du dich mit dem Barfuß-Gedanken im Yoga nicht anfreunden kannst, gibt es genug Alternativen.