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Vitalis Zentrum Rostock

Ayurvedische Ernährung

Die ayurvedische Lehre ist eine traditionelle Alternativmedizin aus Asien und wird hauptsächlich in Indien gelehrt. Diese Heilmethode verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und kann damit Krankheiten vorbeugen.

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Im Ayurveda werden zeitlose Weisheiten weitergegeben, wie z.B. nur bei Hunger essen oder nicht den Magen ganz füllen. Die Hauptmahlzeit soll mittags eingenommen werden. Wasser immer abgekocht und zimmerwarm trinken, nie kaltes Wasser trinken. Die natürlichen Bedürfnisse wie z.B. Gähnen oder Emotionen nicht unterdrücken.

 

Die ayurvedischen Grundtypen

Ungleichgewichte werden durch die ayurvedische Ernährung wieder ins Gleichgewicht gebracht. Die Ernährung des Einzelnen wird genau betrachtet und den ayurvedischen Grundtypen, den sogenannten „Doshas“ zugeordnet. Die individualisierte Ernährung wirkt dann als Heilmittel. Die Doshas stellen Lebensenergien, bzw. biologische Kräfte dar.

Es gibt drei ayurvedische Grundtypen, die sogenannten „Doshas“:

  • Vata enthält die Eigenschaften der Elemente Äther und Luft.
  • Pitta enthält die Eigenschaften der Elemente Feuer und Wasser.
  • Kapha enthält die Eigenschaften der Elemente Erde und Wasser.

Wenn diese drei Grundtypen im richtigen Verhältnis zueinander stehen und ausgeglichen sind, dann ist der Körper gesund. Dennoch hat jeder Mensch Anteile von anderen Grundtypen in sich. Wenn es einem nicht gut geht, dann sollte als erstes die Ernährung in Betracht gezogen werden.

 


Ayurveda verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.


 

Ernährung der einzelnen ayurvedischen Grundtypen

Nach dem Aufstehen nimmt man warmes Wasser zu sich. Somit wird der Körper auf das Frühstück vorbereitet. Das Frühstück besteht bei allen Grundtypen aus einem warmen Frühstücksbrei mit gedünsteten Früchten. 

 Vata-Typen  sind kreativ und offen für Neues. Sie haben eine zarte Figur, sind viel in Bewegung und feingliedrig. Vata-Menschen frieren leicht und lieben Wärme. Mit Stress kommen sie weniger gut zurecht.

Ernährung: Der Vata-Typ liebt das Essen warm und gekocht. Er hat morgens noch nicht so viel Hunger, so dass eher kleine Portionsgrößen, z.B. vom Porridge, verspeist werden. Mittags sind Currys oder Gemüseeintöpfe angesagt. Und am Abend Pfannkuchen oder Dinkelnudeln mit Fruchtsauce.

Tipps: Um der Kälte entgegenzuwirken, sind warme Getränke und Speisen oder aber auch ein warmes Bad zu empfehlen. Ölmassagen mit warmem Sesamöl, Dampfbäder oder Klangmassagen beruhigen den Vata-Typ und helfen, Stress abzubauen. 

 

 Pitta-Typen  sind gut strukturierte Personen, die sich sehr gut konzentrieren können. Sie machen gerne Sport und sind Kämpfer. Der Körper ist muskulös und Pitta-Typen haben ein sehr gutes Gedächtnis. Falls körperliche Probleme auftreten, dann mit dem Magen oder der Haut. Das Pitta muss dann wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Ernährung: Der Pitta-Typ sollte nicht zu heiße Speisen zu sich nehmen. Gut gegarte, wenig saure und scharfe Speisen sind ideal. Der Pitta-Typ hat morgens großen Hunger und braucht ein kräftiges Frühstück. Vollkornbrot mit vegetarischem Aufstrich, Konfitüre oder Milchbrei mit Obst oder eine Kombination von beidem sind ideal. Zum Mittag empfiehlt sich eine Linsen-Gemüse-Pfanne. Auch Rohkost und Salate kann der Pitta-Typ essen, da er kühle Speisen verträgt. Am Abend gibt es z.B. Naan-Brot mit Salat und einen Lassi.

Tipps: Da beim Pitta-Typ das Element Feuer sehr stark ausgeprägt ist, sollte die Umgebung kühl und wohltuend sein. Kühles Wasser sowie süße und bittere Gewürze, wie Zimt, Dill, Koriander helfen, die Balance zu finden.

 


Tees spielen in der ayurvedischen Lehre eine wichtige Rolle, da sie für Ausgeglichenheit sorgen.


 

 Kapha-Typen  sind ruhige und geerdete Personen. Sie neigen dazu, zu viel zu essen und sich wenig zu bewegen. Dadurch haben sie häufig Übergewicht und Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder Depressionen. Sie sind oft müde und sind im Alltag langsam und träge.

Ernährung: Nach dem Ayurveda-Prinzip sollten Kapha-Typen lieber warme Mahlzeiten essen, die leicht, scharf und bekömmlich sind. Zum Beispiel zum Frühstück warmen Haferbrei mit Obst. Zu Mittag Linsen Dal und zum Abendbrot eine Gemüsesuppe.

Tipps: Um Schwung in das Leben von Kapha-Typen zu bringen, ist Bewegung angesagt. Das kann Nordic-Walking, Laufen, Schwimmen, Gymnastik oder Yoga bzw. Pilates sein. Je nachdem, was Spaß macht und auch umzusetzen ist.

 


Die drei ayurvedischen Grundtypen (Vata, Pitta und Kapha) stellen Lebensenergien dar.


 

Ghee in der ayurvedischen Ernährung

Dieser Begriff stammt aus der indischen Küche. Dabei handelt es sich um Butterschmalz oder Butterreinfett und somit hat Ghee einen Fettgehalt von fast 100%. Im Ayurveda spricht man Ghee eine Heilkraft zu, dieser wirkt von innen und außen. So können z.B. Entzündungswerte im Körper gesenkt oder die Wundheilung verbessert werden. In der ayurvedischen Küche wird Ghee als Zutat beim Kochen und Backen eingesetzt. Auch für Massagen oder zur Herstellung von Salben zur äußeren Anwendung kommt Ghee zum Einsatz. Ghee kann man aus Butter auch leicht selbst herstellen.

 

Gewürze

In der ayurvedischen Ernährung sind die wichtigsten Gewürze: Kurkuma, Kardamom, Koriander, Fenchelsamen und Zimt. Diese sind für jeden ayurvedischen Grundtyp geeignet.

 

Tees

In der ayurvedischen Heilkunst sind Teezubereitungen wichtig, da sie beruhigend oder auch anregend auf den Körper wirken. Sie schaffen ein inneres Gleichgewicht und sorgen für Ausgeglichenheit. Ayurvedische Tees sind Mischungen aus speziellen Kräutern und Gewürzen. Einer der bekanntesten ist Masala Chai Tee. Er enthält z.B. Ingwer, Zimt, Kardamom, Pfeffer, Sternanis, Fenchelsamen, Gewürznelken und Macis (Muskatblüte).

 

Das innere Gleichgewicht

Neben der ayurvedischen Ernährung finden unterstützend Massagen oder Ölanwendungen statt. Pflanzenheilkunde, Klang- und Musiktherapie sowie Meditation und Yoga helfen, das innere Gleichgewicht zu finden.